Mittwoch, 3. Dezember 2008

Warum eigentlich Halbironman ?

... das werde ich in letzter Zeit öfter gefragt.
Die zweithäufigste Frage ist : Warum ich so schlank geworden bin :)

Triathlon hat mich seit seiner Entstehung fasziniert.
Der Kampf, der Wille, sich selbst zu überwinden und zu finishen. Man ist auf sich alleine gestellt. Auf seine eigenen Arme und Beine. Und auf seinen Kopf. Wie Sepp Resnik schon in seinem Buch "Ironman" schreibt - irgendwie Heldentum, auf seine ganz eigene Art. Nur für sich selbst.
Ich war beim Ironman 1997 auf Hawaii (als Zuseher), habe die Eisernen auf Lanzarote gesehen, war zig-Mal in Podersdorf und auf der Donauinsel zuschauen, habe mir die Triple-Ironman-Weltmeisterschaft in Neulengbach gegeben, unzählige Marathons und noch einiges anderes an Ausdauersportarten gesehen. Die Faszination (und die Gänsehaut) war immer gegeben.

Dafür kann ich mit stolz geschwellter Brust sagen, dass ich noch nie im Praterstadion (Ernst-Happel-Stadion), im Horrstadion, in Hütteldorf oder auf sonst einem Fussballplatz war. Das 22 Leute einem Ball hinterherlaufen hat für mich keinen Sinn. Herdentrieb. Nix für mich. Nur Unterhaltung für die Massen, keine Individualität. Wenn unsere Fussballer wenigstens einmal gewinnen würden...

Das höre ich auch öfters: Warum macht man sowas "Verrücktes" ?
Man kann dieses Argument aber leicht entkräften, wenn ich es einfach als langen Trainingstag bezeichne. Und mit fast einem Jahr konsequentem Training ist alles machbar.

Und warum nicht die Ironman-Distanz ?
Dazu fehlt mir ganz einfach die Zeit für das Training. Zwar schreibt Ole Petersen in seinem Buch, dass man mit durchschnittlich 8 Stunden Training pro Woche einen Ironman finishen kann.
Soviel werde ich für meinen Halbironman pro Woche trainieren. In den "heißen" Trainingswochen wahrscheinlich noch mehr.
Aber das ist (noch) kein Thema für mich.

Ich habe vor rund 15 Jahren mit dem Laufsport begonnen. Am Anfang stand eine Wette mit 2 Freunden, den Donauturmlauf zu bestreiten. Dann ging es weiter mit 5km und 10km Läufen, einigen Duathlons und einem Halbmarathon.
Als dann meine Tochter auf die Welt kam, habe ich mit dem Sport aufgehört und in Nullkommanix 15kg zugenommen.
Ab und zu habe ich dann wieder etwas Jogging betrieben und mich bei einigen Wettbewerben versucht (zB Businessrun), aber da war keine wirkliche Konsequenz dahinter.
Jetzt habe ich hoffentlich die Konsequenz, um durchzuhalten.

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